[REISEN] ROADTRIP DURCH DIE USA – TEIL 2: AM HIGHWAY 1 ENTLANG DER KALIFORNISCHEN KÜSTE

Nachdem ich euch hier schon vom ersten Teil unserer Reise durch den Westen der USA erzählt habe, folgt nun der zweite Teil. Viel Spaß!

 

Stop 10: Las Vegas (Nevada)

Nachdem wir bisher hauptsächlich in Nationalparks und somit in der Natur unterwegs gewesen waren, freuten wir uns nach eineinhalb Wochen auf ein Kontrastprogramm: Las Vegas, die Glitzermetropole mitten in der Wüste. Ich muss aber ehrlich sagen: So richtig begeistern konnte mich die Stadt nicht. Klar, irgendwie ist es schon „ganz nett“, das ganze Spektakel mal zu erleben, und wenn man schon mal „in der Nähe“ ist, sollte man auf einen Besuch wohl auch nicht verzichten. Trotzdem, Las Vegas – zumindest das Vegas am Strip, das man als Tourist ja hauptsächlich erlebt – wirkte auf mich wie eine riesige, künstliche Parallelwelt mit Vergnügungen, deren tieferer Sinn sich mir irgendwie nicht so ganz erschließt (oder nicht existiert?). Für zwei Tage war’s aber trotzdem schön und der Besuch im riesigen Outlet-Shopping-Center verlief auch erfolgreich.

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Tipp: Wenn man es einrichten kann, sollte man während der Woche nach Las Vegas kommen, da die großen Themen-Hotels dann nur einen Bruchteil des Preises kosten, der am Wochenende verlangt wird, wenn die Amerikaner da sind. Außerdem ist es dann auch nicht ganz so voll.

 

Stop 11: Death Valley National Park (Nevada/California)

Neben der unglaublichen Hitze (unser Auto maß über 45 °C) befindet sich im Death Valley auch der tiefste Punkt Nordamerikas, Badwater Basin, der ehemalige Grund eines nun ausgetrockneten Saalzsees, gut 85 Meter unter dem Meeresspiegel. Mich faszinierte außerdem auch hier wieder die Wüstenlandschaft mit all ihren Facetten: Felsen und Steine in unterschiedlichsten Farben und Formen, Sanddünen und der ausgetrocknete, kilometerweite Salzsee.

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Tipp: Wer nicht gezwungen ist, zur Hauptsaison und somit im Hochsommer zu reisen, ist vermutlich besser dran und kann mehr entdecken. Wir hingegen haben es wegen der extremen Temperaturen kaum länger als 10 Minuten außerhalb des klimatisierten Autos ausgehalten.

 

Stop 12: Sequoia Tree National Park (California)

Der Sequoia Tree National Park beheimatet zwar nicht die “tallest trees”, also die höhenmäßig größten, wohl aber die “biggest trees”, nämlich die mit der größten Masse. Neben einem solchen Exemplar zu stehen war ziemlich beeindruckend.

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Tipp: Die Anfahrt sollte man nicht unterschätzen! Sie führt über eine serpentinenreiche Straße, welche zwar immer wieder schöne Ausblicke gewährt, aber auch wirklich lang (da nur sehr langsam) zu befahren ist.

 

Stop 13: San Francisco (California)

San Francisco ist wohl die schönste amerikanische Stadt, die ich bis jetzt erlebt habe: Die hübschen viktorianischen Häuser an den charakteristisch steilen Straßen in der hügeligen Stadt, die Cable Cars, die zwar hauptsächlich von Touristen genutzt werden, aber trotzdem ihren Charme behalten haben, und diese entspannte, freundliche, angenehme Atmosphäre, die überall in der Stadt zu spüren ist. Dazu das Meer, die Bay und natürlich die berühmte Golden Gate Bridge. San Francisco ist wirklich eine Traumstadt, in der ich mich so wohl gefühlt habe, dass ich gern noch länger geblieben wäre. Leider ist die Stadt auch ein extrem teures Pflaster (ich frage mich wirklich, was man arbeiten und verdienen muss, um dort ein angenehmes Leben zu führen), aber für die drei Tage war es natürlich in Ordnung.

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Tipp: Die Beliebtheit der Touren nach Alcatraz in der Hauptsaison hatte ich leider unterschätzt, sodass sie schon alle ausgebucht waren. Hier muss man definitiv sehr frühzeitig buchen! Aus einem früheren Aufenthalt in San Francisco inklusive Alcatraz kann ich aber sagen, dass sich der Besuch echt lohnt!

 

„Stop“ 14: Highway 1 von San Francisco nach Los Angeles (California)

Der Highway 1 – auf diesen Teil der Reise hatte ich mich mit Abstand am meisten gefreut und wurde nicht enttäuscht.

Im ersten Teil, von San Francisco nach Carmel-by-the-Sea, fuhren wir durch das hippe Surfer-Städtchen Santa Cruz, durch Monterey mit unzähligen Seelöwen auf den vorgelagerten Felsen in der Sonne und durch das schicke Carmel mit einem traumhaft schönen, feinen Sandstrand.

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Das absolute Highlight folgte dann mit dem zweiten Teil des Highway 1, von Carmel über Big Sur nach San Simeon. Dieser Küstenabschnitt hat mich wirklich sehr fasziniert; die Fahrt entlang der steilen Felsklippen mit der stets beeindruckenden Aussicht weit hinaus über das tiefblaue Meer und die immer wieder sichtbaren kleinen Sandbuchten war einfach unbeschreiblich und werde ich nie vergessen.

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Auf dem Weg legten wir verschiedene Stops ein, unter anderem, um zum sehr windigen, aber traumhaft schönen Pfeiffer Beach hinunter zu fahren, und natürlich beim Julia Pfeiffer Burns State Park, wo der hübsche kleine Wasserfall so schön auf den Strand fällt.

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Tipp: Für den Teil zwischen Santa Cruz und San Simeon unbedingt genügend Zeit einplanen, am besten mindestens zwei Tage! Es gibt so viel Wunderschönes auf der Strecke zu sehen und es wäre zu schade, aus Zeitmangel Punkte auslassen zu müssen. Der Teil ganz am Anfang, kurz nach San Francisco, sowie letzte Teil nach San Simeon bis hinunter nach Los Angeles kann hingegen zur Zeitersparnis auch auf dem Interstate befahren werden, ohne dass man dadurch Wesentliches verpasst.

 

Stop 15: Los Angeles (California)

Mit Los Angeles erreichten wir das Ende unserer Rundreise. Da uns allerdings andere Punkte mehr interessiert hatten, gestaltete sich unser Aufenthalt hier relativ kurz: Wir besuchten einen Freizeitpark (Knott’s Berry Farm) und genossen einen Abend am Santa Monica Pier inklusive Sonnenuntergang.

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Tipp: Für Autofahrten grundsätzlich mindestens die doppelte Zeit einplanen – leider. Rushhour ist in L.A. eigentlich den ganzen Tag.

 

Alles in allem war diese Reise für uns ein tolles Erlebnis, das mich in so vielerlei Hinsicht begeistert hat. Die drei Wochen vergingen wie im Flug und ich denke mit Sehnsucht daran zurück. Jedem, der gerne reist und nicht nur am Strand liegen, sondern etwas erleben mag, dem sei diese Reise absolut ans Herz gelegt!

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