[REISEN] ROADTRIP DURCH DIE USA – TEIL 2: AM HIGHWAY 1 ENTLANG DER KALIFORNISCHEN KÜSTE

Nachdem ich euch hier schon vom ersten Teil unserer Reise durch den Westen der USA erzählt habe, folgt nun der zweite Teil. Viel Spaß!

 

Stop 10: Las Vegas (Nevada)

Nachdem wir bisher hauptsächlich in Nationalparks und somit in der Natur unterwegs gewesen waren, freuten wir uns nach eineinhalb Wochen auf ein Kontrastprogramm: Las Vegas, die Glitzermetropole mitten in der Wüste. Ich muss aber ehrlich sagen: So richtig begeistern konnte mich die Stadt nicht. Klar, irgendwie ist es schon „ganz nett“, das ganze Spektakel mal zu erleben, und wenn man schon mal „in der Nähe“ ist, sollte man auf einen Besuch wohl auch nicht verzichten. Trotzdem, Las Vegas – zumindest das Vegas am Strip, das man als Tourist ja hauptsächlich erlebt – wirkte auf mich wie eine riesige, künstliche Parallelwelt mit Vergnügungen, deren tieferer Sinn sich mir irgendwie nicht so ganz erschließt (oder nicht existiert?). Für zwei Tage war’s aber trotzdem schön und der Besuch im riesigen Outlet-Shopping-Center verlief auch erfolgreich.

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Tipp: Wenn man es einrichten kann, sollte man während der Woche nach Las Vegas kommen, da die großen Themen-Hotels dann nur einen Bruchteil des Preises kosten, der am Wochenende verlangt wird, wenn die Amerikaner da sind. Außerdem ist es dann auch nicht ganz so voll.

 

Stop 11: Death Valley National Park (Nevada/California)

Neben der unglaublichen Hitze (unser Auto maß über 45 °C) befindet sich im Death Valley auch der tiefste Punkt Nordamerikas, Badwater Basin, der ehemalige Grund eines nun ausgetrockneten Saalzsees, gut 85 Meter unter dem Meeresspiegel. Mich faszinierte außerdem auch hier wieder die Wüstenlandschaft mit all ihren Facetten: Felsen und Steine in unterschiedlichsten Farben und Formen, Sanddünen und der ausgetrocknete, kilometerweite Salzsee.

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Tipp: Wer nicht gezwungen ist, zur Hauptsaison und somit im Hochsommer zu reisen, ist vermutlich besser dran und kann mehr entdecken. Wir hingegen haben es wegen der extremen Temperaturen kaum länger als 10 Minuten außerhalb des klimatisierten Autos ausgehalten.

 

Stop 12: Sequoia Tree National Park (California)

Der Sequoia Tree National Park beheimatet zwar nicht die “tallest trees”, also die höhenmäßig größten, wohl aber die “biggest trees”, nämlich die mit der größten Masse. Neben einem solchen Exemplar zu stehen war ziemlich beeindruckend.

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Tipp: Die Anfahrt sollte man nicht unterschätzen! Sie führt über eine serpentinenreiche Straße, welche zwar immer wieder schöne Ausblicke gewährt, aber auch wirklich lang (da nur sehr langsam) zu befahren ist.

 

Stop 13: San Francisco (California)

San Francisco ist wohl die schönste amerikanische Stadt, die ich bis jetzt erlebt habe: Die hübschen viktorianischen Häuser an den charakteristisch steilen Straßen in der hügeligen Stadt, die Cable Cars, die zwar hauptsächlich von Touristen genutzt werden, aber trotzdem ihren Charme behalten haben, und diese entspannte, freundliche, angenehme Atmosphäre, die überall in der Stadt zu spüren ist. Dazu das Meer, die Bay und natürlich die berühmte Golden Gate Bridge. San Francisco ist wirklich eine Traumstadt, in der ich mich so wohl gefühlt habe, dass ich gern noch länger geblieben wäre. Leider ist die Stadt auch ein extrem teures Pflaster (ich frage mich wirklich, was man arbeiten und verdienen muss, um dort ein angenehmes Leben zu führen), aber für die drei Tage war es natürlich in Ordnung.

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Tipp: Die Beliebtheit der Touren nach Alcatraz in der Hauptsaison hatte ich leider unterschätzt, sodass sie schon alle ausgebucht waren. Hier muss man definitiv sehr frühzeitig buchen! Aus einem früheren Aufenthalt in San Francisco inklusive Alcatraz kann ich aber sagen, dass sich der Besuch echt lohnt!

 

„Stop“ 14: Highway 1 von San Francisco nach Los Angeles (California)

Der Highway 1 – auf diesen Teil der Reise hatte ich mich mit Abstand am meisten gefreut und wurde nicht enttäuscht.

Im ersten Teil, von San Francisco nach Carmel-by-the-Sea, fuhren wir durch das hippe Surfer-Städtchen Santa Cruz, durch Monterey mit unzähligen Seelöwen auf den vorgelagerten Felsen in der Sonne und durch das schicke Carmel mit einem traumhaft schönen, feinen Sandstrand.

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Das absolute Highlight folgte dann mit dem zweiten Teil des Highway 1, von Carmel über Big Sur nach San Simeon. Dieser Küstenabschnitt hat mich wirklich sehr fasziniert; die Fahrt entlang der steilen Felsklippen mit der stets beeindruckenden Aussicht weit hinaus über das tiefblaue Meer und die immer wieder sichtbaren kleinen Sandbuchten war einfach unbeschreiblich und werde ich nie vergessen.

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Auf dem Weg legten wir verschiedene Stops ein, unter anderem, um zum sehr windigen, aber traumhaft schönen Pfeiffer Beach hinunter zu fahren, und natürlich beim Julia Pfeiffer Burns State Park, wo der hübsche kleine Wasserfall so schön auf den Strand fällt.

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Tipp: Für den Teil zwischen Santa Cruz und San Simeon unbedingt genügend Zeit einplanen, am besten mindestens zwei Tage! Es gibt so viel Wunderschönes auf der Strecke zu sehen und es wäre zu schade, aus Zeitmangel Punkte auslassen zu müssen. Der Teil ganz am Anfang, kurz nach San Francisco, sowie letzte Teil nach San Simeon bis hinunter nach Los Angeles kann hingegen zur Zeitersparnis auch auf dem Interstate befahren werden, ohne dass man dadurch Wesentliches verpasst.

 

Stop 15: Los Angeles (California)

Mit Los Angeles erreichten wir das Ende unserer Rundreise. Da uns allerdings andere Punkte mehr interessiert hatten, gestaltete sich unser Aufenthalt hier relativ kurz: Wir besuchten einen Freizeitpark (Knott’s Berry Farm) und genossen einen Abend am Santa Monica Pier inklusive Sonnenuntergang.

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Tipp: Für Autofahrten grundsätzlich mindestens die doppelte Zeit einplanen – leider. Rushhour ist in L.A. eigentlich den ganzen Tag.

 

Alles in allem war diese Reise für uns ein tolles Erlebnis, das mich in so vielerlei Hinsicht begeistert hat. Die drei Wochen vergingen wie im Flug und ich denke mit Sehnsucht daran zurück. Jedem, der gerne reist und nicht nur am Strand liegen, sondern etwas erleben mag, dem sei diese Reise absolut ans Herz gelegt!

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[REISEN] ROADTRIP DURCH DIE USA – TEIL 1: DIE NATIONALPARKS

21 Tage, 5 verschiedene Staaten, über 3000 Meilen – und unendlich viele Erinnerungen. Unsere Reise durch die USA war ein einmaliges Erlebnis. In kaum einem anderen Urlaub haben wir in vergleichsweise kurzer Zeit so viel erlebt, so viel Neues entdeckt und so viele unterschiedliche Orte, Landschaften und Menschen kennengelernt. Nun sind wir schon seit einigen Wochen wieder zu Hause, aber die Eindrücke wirken immer noch nach.

Im ersten Teil meines Reiseberichts seht ihr nun – in chronologischer Reihenfolge – den ersten Teil  unserer Reise. Viel Spaß!

 

Stop 1: Joshua Tree National Park (California)

Nachdem wir in Los Angeles gelandet waren, bot sich der Joshua Tree National Park als erster Stop gut an. Wir waren begeistert von der Schönheit der Wüstenlandschaft, den Joshua Trees, aber auch den hübschen Felsformationen und all den anderen exotischen Pflanzen.

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Tipp: Wer den Park im Sommer besucht, sollte möglichst früh am Morgen kommen (und dabei eventuell den noch vorhandenen Jetlag ausnutzen!). Aufgrund des Wüstenklimas herrschen bereits ab etwa 9/10 Uhr vormittags extrem hohe Temperaturen, sodass selbst kurze Spaziergänge durch den Park sehr anstrengend werden.

 

Stop 2: Grand Canyon National Park (Arizona)

Der Grand Canyon darf wohl auf keiner Reise durch den Westen der USA fehlen, und das zu Recht! Diese Dimensionen und diese Weite sind einfach faszinierend! Wir sind am South Rim entlanggelaufen und haben immer wieder Pausen gemacht, um die spektakuläre Aussicht zu genießen.

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Tipp: Auch wenn man sich im Urlaub gerne erholen und ausschlafen möchte: Das frühe Aufstehen, um den Sonnenaufgang an diesem einzigartigen Ort zu erleben, lohnt sich auf jeden Fall!

 

Stop 3: Horseshoe Bend (Arizona)

Beim Horseshoe Bend handelt es sich um einen hufeisenförmigen Mäander des Colorado River, der sich im Laufe der Jahrtausende tief in das Plateau „hineingefressen“ hat.

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Tipp: Der eigentliche Besuch des Horseshoe Bend dauert kaum länger als eine Stunde (außer man möchte einfach länger hinunterschauen). Er liegt allerdings nur wenige Meilen von Page entfernt, dem Ausgangspunkt für die Besichtigung von Antelope Canyon und Lake Powell. Daher macht es Sinn, diese Punkte zu verknüpfen.

 

Stop 4: Antelope Canyon (Arizona)

Der Antelope Canyon ist eigentlich kein Canyon im wirklichen Sinne, sondern eine Art unterirdische Felsspalte, deren Felswände durch den Lichteinfall von oben in fast schon unwirklichen Gelb-, Orange- und Brauntönen erstrahlen (Die Fotos aus dem Antelope Canyon sind komplett unbearbeitet!). Ein wirklich beeindruckendes Phänomen.

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Tipp: Der Antelope Canyon gehört zum Gebiet der Navajos, die auch für die obligatorischen Touren zuständig sind. Besonders in der Hauptsaison sind diese bereits weit im Voraus ausgebucht, vor allem für den etwas beliebteren Upper Canyon, aber auch für den Lower Canyon. Man sollte daher rechtzeitig vorher eine Tour buchen und dabei möglichst die Mittagszeit auswählen, da dann die Sonne am höchsten steht und der Lichteinfall in den Canyon am besten zur Geltung kommt.

 

Stop 5: Monument Valley (Utah)

Bekannt aus unzähligen Filmen und Werbespots ist das Monument Valley ebenfalls ein fester Bestandteil der meisten Rundreisen durch den Westen. Auch dieses Tal gehört den Navajos und wird von ihnen verwaltet. Wir hatten besonderes Glück, dass wir dank eines kurzen Regenschauers anschließend einen Regenbogen über den bekannten Felsformationen bestaunen konnten.

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Tipp: Bei einer Anfahrt von Norden kann man bereits aus einiger Entfernung während der Fahrt den „typischen“ Blick über die endlose Straße zu den Felsen des Monument Valleys genießen. (siehe Foto)

 

Stop 6: Mesa Verde National Park (Colorado)

Der Mesa Verde National Park stand eigentlich gar nicht auf unserem Programm. Da wir aber am Vortag unerwartet etwas Zeit einsparen konnten, entschlossen wir uns zu diesem Abstecher und haben es nicht bereut. Die bis zum 13. Jahrhundert von Indianerstämmen bewohnten Behausungen – teilweise in atemberaubender Höhe und Lage inmitten steilster Felswände – waren die Anfahrt definitiv wert.

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Tipp: Balcony House (Bild 2) hat uns am besten gefallen und ist ohne gebuchte Tour nicht zu begehen. Das bekanntere Cliff Palace (Bild 1) hingegen kann man auch ohne Tour vom Aussichtspunkt aus ganz gut anschauen.

 

Stop 7: Arches National Park (Utah)

Wegen der roten Felsen und der unverwechselbaren Felsbögen ist dieser Park neben dem Monument Valley wohl der “typischste” für Utah.

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Tipp: Die Parkplätze des Arches National Park sind in der Hauptsaison oftmals so voll, dass es schwierig wird, einen Platz zu finden. Wenn es sich einrichten lässt, ist daher ein möglichst früher Besuch am Vormittag sinnvoll – was sich auch aufgrund der Hitze anbietet.

 

Stop 8: Canyonlands National Park (Utah)

Der Canyonlands National Park besteht aus drei unterschiedlichen Teilen, von denen Island in the Sky am besten mit dem Auto zu befahren ist. Hier befindet sich unter anderem der Mesa Arch, den wir (auf mein Drängen hin – der Mann war nicht so begeistert…) auch zum Sonnenaufgang besucht haben. Wir waren dort zwar nicht allein (vielmehr „kämpfte“ eine ganze Traube von Hobby- und Profi-Fotografen um den besten Foto-Platz – ein fast schon amüsantes Spektakel), doch die hervorbrechenden Sonnenstrahlen hinter dem Felsbogen waren trotzdem ein wunderschöner Moment.

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Tipp: Auch hier ist mein Tipp der Sonnenaufgang am Mesa Arch. Wenn man diese Stimmung erlebt, hat man das frühe Aufstehen sofort vergessen!

 

Stop 9: Bryce Canyon National Park (Utah)

Die bizarren Felsformationen des Bryce Canyon begeistern durch ihre Form und leuchten je nach Sonnenstand in unterschiedlichen Farben.

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Tipp: Unbedingt bis zum höchsten Aussichtspunkt aufsteigen, denn von dort ist der Ausblick auf den Kessel einfach am besten.

 

Weiter geht’s bald mit Teil 2: Über Las Vegas an die kalifornische Küste.

 

 

[REISEN] CÔTE D’AZUR: REISETAGEBUCH UND TIPPS

Nach einer langen, anstrengenden Anreise endlich angekommen, steige ich aus dem Auto und spüre die angenehme Wärme der Abendsonne, rieche den Duft der Pinien, höre die vertraute französische Sprache – endlich wieder in Frankreich! Unzählige Male habe ich das Land schon bereist und viele Reisen kommen hoffentlich noch hinzu – ich liebe es einfach!

Während unserer Woche in Sainte-Maxime über Pfingsten war das Wetter zwar wunderbar sonnig, mit Temperaturen zwischen 20 und 25 Grad aber noch nicht ganz badetauglich, daher beschlossen wir, die Zeit endlich einmal für all die Ausflüge zu nutzen, die wir uns in den letzten Urlauben immer schon vorgenommen, bei hochsommerlich heißen Temperaturen aber nie umgesetzt hatten.

 

AUSFLÜGE UND AKTIVITÄTEN

Porquerolles

Unsere erste Tour führte uns nach Porquerolles, eine autofreie, süße kleine Insel vor Hyères. Nach der Überfahrt mit dem Boot (von La Tour Fondue ca. 15 Minuten) kann man sich Fahrräder leihen und damit die Insel erkunden.
Wir sind zunächst zu ein paar Stränden mit besonders schönem, klaren und türkisen Wasser gefahren und waren dann noch am Leuchtturm mit Ausblick auf die Steilküste und das Meer.
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TIPP
Auch wenn Porquerolles nicht groß ist, gibt’s dort einiges zu tun und zu sehen! Daher genügend Zeit einplanen und bereits am Vormittag losfahren, damit man nicht hetzen muss und die Insel genießen kann.

 

Cassis und Umgebung

Calanques:
Schon lange wollte ich eine Wanderung durch die Calanques machen, diese fjordartigen Einbuchtungen zwischen Cassis und Marseille mit dem herrlich klaren Wasser (auf den Bildern leider nur zu erahnen); dieses Jahr sollte der Plan endlich umgesetzt werden! Leider hat’s mit unserem Vorhaben doch nicht ganz so gut geklappt, da wir den ausgewählten Parkplatz und Ausgangspunkt nicht fanden und von woanders aus einen viel weiteren Weg gingen, sodass wir schlussendlich nur bis zur ersten Calanque (Port Miou) kamen. Diese war zwar auch schön anzusehen, dennoch wollte ich eigentlich vor allem die nächsten beiden Calanques (Port Pin und En Vau) sehen, die noch viel schöner sein sollen. Ein Programmpunkt für den nächsten Frankreichurlaub steht somit also schon fest! 🙂
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TIPP
…kann ich an dieser Stelle leider keinen wirklichen geben, außer sich im Vorfeld besser zu informieren als ich, hauptsächlich über Route, benötigte Zeit und Parkmöglichkeiten, um solche Probleme, wie wir sie hatten, zu vermeiden.
Speziell im Sommer außerdem unbedingt genügend Wasser und Verpflegung zum Wandern mitnehmen!
Von Cassis aus kann man die Calanques auch im Rahmen einer Bootstour besichtigen, was wir in einem vorigen Urlaub bereits gemacht haben. Hier hat man den Vorteil, in kurzer Zeit viel zu sehen, kann dafür aber nicht zum Baden länger in den Calanques bleiben.

Route des Crêtes:
Weiter ging es am Abend von Cassis (eine sehr süße Stadt) über die Route des Crêtes nach La Ciotat. Die schmale Küstenstraße schlängelt sich durch das Felsmassiv hoch über dem Meer und beeindruckt durch tolle Ausblicke.
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TIPP
Die Straße immer von Cassis nach La Ciotat fahren und nicht umgekehrt, denn so befindet man sich auf der „richtigen“ Seite, um an den zahlreichen Aussichtspunkten unkompliziert parken zu können.

In La Ciotat angekommen lohnt es sich, noch ein wenig am hübschen alten Hafen entlangzuschlendern.
La Ciotat

 

Hinterland und Provence: Dörfer des Luberon

Das Hinterland und die Provence sind natürlich riesig und bieten genug Sehenswertes für eine eigene Reise. Wir wollten Gordes besuchen, eines der Dörfer des Luberonmassifs. Diese liegen allesamt malerisch an felsigen Berghängen und sind zudem so liebevoll gepflegt, dass einige von ihnen, unter anderem auch Gordes, zur Liste der plux beaux villages de France (Liste der schönsten Dörfer Frankreichs) gehören.
Da die Entfernung von der Küste je nach Ausgangspunkt bis zu 200 Kilometer beträgt, kombinierten wir diesen Punkt mit unserer Heimreise.
Bereits bei der Anfahrt hat man einen tollen Blick auf Gordes, im Ort selbst – der weniger als 2000 Einwohner hat – kann man durch die hübschen kleinen Gässchen schlendern und den Ausblick ins Tal genießen. Wir haben dann in einem süßen kleinen Restaurant zu Mittag gegessen und uns noch mit ein paar regionalen Produkten, wie hochwertigem provenzalischem Olivenöl, versorgt, bevor wir endgültig die Heimreise antraten.
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TIPP
Wer mehr Zeit hat, kombiniert Gordes mit weiteren Dörfern ganz in der Nähe, die ebenfalls sehr sehenswert sind, beispielsweise Ménerbes oder Rousillon mit den bunten Ockerfelsen.

 

Gorges du Verdon

Die Gorges de Verdon haben wir dieses Jahr nicht geschafft, dürfen aber in dieser Auflistung nicht fehlen. Die Felsschlucht ist einer der größten Canyons Europas und meiner Meinung nach wirklich sehenswert, sodass man diesen Punkt nicht auslassen sollte, wenn man im Süden Frankreichs Urlaub macht. Wir haben die Gorges vor ein paar Jahren bereits besucht und waren sehr beeindruckt.

 

ERHOLUNG UND ENTSPANNUNG

Neben all dem Programm durften natürlich auch ein paar Tage nur zum Entspannen nicht fehlen.

Strand und Meer

Auch wenn wir nicht baden konnten, waren wir doch mehrfach am Strand – am Meer ist’s schließlich immer schön!
In Frankreich sind nahezu alle Strände öffentlich, mit kostenlosem Parkplatz in der Nähe und praktischerweise meist auch mit Toiletten und Duschen ausgestattet. Oftmals findet man auch kleine Cafés oder Bars für Eis und Imbiss.
Meer

 

Küstenstraße

Eine meiner liebsten „Aktivitäten“ an der Côte d’Azur ist es tatsächlich, einfach „nur“ die Küstenstraße entlangzufahren und dabei die herrlichen Ausblicke zu genießen. Der schönste Küstenabschnitt hierfür ist meiner Meinung nach der zwischen Le Lavandou und La Croix-Valmer. Man kommt dabei auch immer wieder an hübschen kleinen Stränden vorbei, die man im Sommer hervorragend für Badestops nutzen kann.
Küstenstraße

TIPP
Wer’s gern sportlich mag: An vielen Küstenabschnitten kann man auch ganz wunderbar joggen, radfahren oder skaten – immer mit Blick auf’s Meer! Wir hatten die Inlineskates dabei und haben sie mehrfach genutzt.

 

Unterkunft/TIPP

Wir haben die Woche über in einem Appartement in Sainte-Maxime gewohnt. Da wir aber in den vergangenen Jahren immer Campen waren, kann ich allen Camping-Freunden den Campingplatz Camp du Domaine wärmstens empfehlen! Der Platz ist einer der schönsten, die ich je erlebt habe: in einem wunderschönen Pinienwald gelegen, direkt am feinsandigen Strand mit klarem Wasser, sauber und gepflegt und durch die Hanglage von den meisten Stellplätzen aus mit traumhaftem Blick über das Meer.

 

Frankreich gehört definitiv zu meinen liebsten Urlaubsländern. Ist eine Reise dorthin vorbei, freue ich mich schon wieder auf die nächste.

 

Wo verbringt ihr am liebsten euren Urlaub? Mögt ihr Frankreich?

[REISEN] 5 HIGHLIGHTS IN SEVILLA

Sevilla, das bedeutet Süden, Salsa, Sonnenschein! In die andalusische Hauptstadt muss man sich einfach verlieben!
Vor vier Jahren habe ich im Rahmen des Erasmus-Programms ein halbes Jahr in Sevilla studiert und dort eine unvergessliche Zeit erlebt. Diesen Frühling bin ich dann endlich auch mal mit meinem Mann hingeflogen und wir hatten ein paar wunderschöne Tage.

Catetrál de Sevilla     Calle en Sevilla

Hier meine 5 persönlichen Highlights:

  1. Das schöne Wetter

Palmen Sevilla gehört zu den wärmsten und sonnigsten Städten Europas. Abgesehen von den Wintermonaten regnet es hier so gut wie nie. Dafür strahlt die Sonne täglich von einem wolkenlosen, fast schon unwirklich tiefblauen Himmel, der mich jedes Mal aufs Neue fasziniert. Das sieht nicht nur schön aus, sondern sorgt bei mir auch ganz automatisch für beste Laune!

  1. Plaza de España

Plaza de Espana PlazadeEspanaDer halbrunde, reich mit Türmen, Säulen, Bögen, Brücken und andalusischen Kacheln geschmückte Platz mit den Springbrunnen in der Mitte ist einfach wunderschön anzuschauen. Man kann ein Boot mieten, die Sonne genießen oder sich bei heißem Wetter im Schatten der langen überdachten Rundgänge ausruhen. Mit einem Buch könnte ich hier Stunden verbringen. Vom ersten Stock des Gebäudes aus hat man außerdem einen schönen Ausblick auf den Platz.

  1. Reales Alcázares

RealesAlcázares (2) Reales AlcázaresHierbei handelt es sich um einen Königspalast im Mudéjar-Stil, einer Mischung aus christlichen und islamischen Einflüssen, was ich ganz besonders interessant finde. Die vielen Räume sind aufwendig geschmückt und verziert, der königliche Garten üppig bepflanzt. Wer in Sevilla ist, sollte sich die Reales Alcázares auf keinen Fall entgehen lassen!

  1. Die spanische Küche

Wenn man von spanischem Essen spricht, dann sind meist Tapas gemeint. In der Tat sind diese kleinen Portionen super praktisch, da man so viel mehr probieren kann. Allgemein ist die andalusische Küche ziemlich deftig, was auf Dauer nicht ganz meinen Geschmack trifft. Meine persönlichen Favoriten sind andalusisches Gazpacho und Salmorejo – die Gemüsesuppen sind an heißen Tagen so herrlich erfrischend. Dazu gibt’s Tinto de verano, ein Mischgetränk aus Rotwein und Limo, das nur unter der spanischen Sonne so lecker schmeckt – für Weinkenner sicher ein Graus (und meinem Mann zu süß), für mich aber genau richtig. Und wer – wie ich – süßes Gebäck mag, muss Churros probieren!
Am liebsten esse ich übrigens im Coloniales, dort ist es einfach, aber richtig authentisch und super lecker!

  1. Die Orangenbäume

OrangenbaumNeben den Palmen, die immer Urlaubsstimmung vermitteln, wachsen in der gesamten Stadt Orangenbäume am Straßenrand. Im Herbst und Winter verleihen die Orangen der Stadt Farbe, im Frühling blühen die Bäume und man riecht die Orangenblüten, wo immer man in der Stadt unterwegs ist – sozusagen das natürliche Parfum der Stadt! Ich habe die Orangenblüte in Sevilla dieses Jahr zum ersten Mal erlebt und bin absolut begeistert!

Wenn ihr also ein Ziel für euren nächsten Städte-Trip sucht oder einfach mal eine Stadt kennen lernen wollt, die noch nicht ganz so touristisch überlaufen ist, aber trotzdem viel zu bieten hat, dann ab nach Sevilla! Ich verspreche euch, ihr werdet es nicht bereuen!