[LIFESTYLE] DOS UND DON’TS FÜR DEINE HOCHZEIT

Vor einem Jahr haben mein Mann und ich geheiratet. Mit dieser zeitlichen Distanz  habe ich nun nochmal auf unsere Hochzeit zurückgeblickt und ein paar Tipps zusammengestellt – natürlich aus meiner subjektiven Erfahrung und Perspektive, nicht immer ganz ernst gemeint und selbstverständlich ohne Anspruch auf Vollständigkeit! Viel Spaß!

 

DON‘TS für die Hochzeit:

  1. Sich im Vorfeld zu viel Stress machen

Klar, eine Hochzeit muss man planen. Es sind aber nicht perfekt abgestimmte Details, die eine gelungene Feier ausmachen, sondern die Liebe, die man an diesem Tag ganz besonders spürt, und die tollen Gäste, die für eine herzliche Stimmung sorgen. Auf so manchen Stress, den ich mir selbst im Vorfeld wegen absoluter Kleinigkeiten gemacht habe, hätte ich daher gut verzichten können und somit mir, aber auch meinem Umfeld ein paar Nerven gespart. (Wie meine liebe Schwester und Trauzeugin mich in dieser Zeit so geduldig ertragen konnte, habe ich mich im Nachhinein nicht nur einmal gefragt.)

  1. Die Gäste vorher nach Wünschen für die Sitzordnung fragen

Die Sitzordnung kann zur kleinen Herausforderung werden und da ich es besonders gut meinte, fragte ich bei einigen Gästen tatsächlich nach. Als aber dann tatsächlich einige Wünsche geäußert wurden und manche Gäste die Vorschläge, die ich ihnen machte, gern verändert hätten und somit lauter (vermeidbare!) Probleme entstanden, wurde mir schnell klar, wie unsinnig diese Idee war. Daher: Einfach selbst eine stimmige Sitzordnung erstellen und Diskussionen gar nicht erst aufkommen lassen.

  1. Bei 36° heiraten

36 Grad und es wird noch heißer… Dieses Gefühl hatten wir an unserer Hochzeit definitiv, denn es war nicht nur ein bisschen zu warm, sondern ehrlch gesagt extrem heiß (das Thermometer zeigte tatsächlich 36°…)! Und auch wenn natürlich klar ist, dass man das Wetter für die Hochzeit weder aussuchen noch beeinflussen kann, darf dieser Punkt in meiner Liste einfach nicht fehlen, denn die hohen Temperaturen sind sowohl uns als auch unseren Gästen in „heißer“ Erinnerung geblieben…

  1. Unpünktlich sein

Mein grundsätzlich etwas suboptimales Zeitmanagement zeigte sich leider auch am Tag meiner Hochzeit. Die letzte Stunde vor Beginn der Feier verlief daher… nun ja, etwas hektisch, und so gestaltete sich auch beispielsweise das Anziehen des Brautkleides weniger romantisch, als das gern dargestellt wird. Ich hab’s überlebt und hatte – nachdem ich mit einiger Verstpätung dann doch noch an der Kirche eintraf – trotzdem eine sehr schöne Feier, hätte mir in dem Moment aber etwas mehr Ruhe und Zeit gewünscht. Daher: Genügend Puffer einplanen, eine zu großzügige Zeitplanung ist (fast) nicht möglich!

 

stattdessen…

DOS für die Hochzeit:

  1. Spontan sein

Etwas läuft nicht wie geplant? Der Zeitplan kann nicht eingehalten werden? Unvorhergesehene Dinge kommen plötzlich dazwischen? – Ruhig bleiben und Spontaneität zeigen! In den seltensten Fällen dürften wohl Feiern komplett wie geplant ablaufen, aber das ist auch gar nicht schlimm, denn mit einer positiven Einstellung kann (fast) jede Situation passend sein.

  1. Die Gäste an heißen Tagen mit Eis versorgen

Diese Idee hatte mein Mann mit Blick auf die aktuelle Wettervorhersage (siehe Punkt 3 der Don’ts 😉 einen Tag vor dem großen Fest. Zum Sektempfang planten wir also spontan noch ein bisschen um und organisierten Wassereis – die absolut richtige Entscheidung bei den hohen Temperaturen!

  1. Familie und Freunden Aufgaben übertragen

Nicht, um einfach Unterstützung zu haben oder gar um Kosten zu sparen, sondern um das Fest zu bereichern. Alles, was eure Liebsten für euch an eurem Fest machen, kommt von Herzen und ist etwas ganz anderes als eine „gekaufte“ Dienstleistung. Einer der Höhepunkte unserer Feier war beispielsweise der wundervolle Gesangs- und Gitarrenbeitrag zweier lieber Freundinnen in der Kirche. Keine Sängerin der Welt, die ich buchen und bezahlen hätte können, hätte uns einen derart unvergesslichen Moment bereiten können. Gleiches gilt natürlich für sämtliche liebevolle Beiträge während des gesamten Tages.

  1. Jeden Moment genießen!

Eine Sache, die man im Vorfeld oft über Hochzeiten gesagt bekommt, stimmt tatsächlich: Dieser wundervolle Tag geht leider schneller vorbei, als einem lieb ist. Ich kann mich zudem an einige (zum Glück nur wenige) Momente gar nicht mehr ganz deutlich erinnern, weil ich so aufgeregt war. Daher kann ich nur jedem raten, jeden Moment ganz bewusst zu genießen, damit man sich später daran erinnern kann.

 

Und damit nun kein falsches Bild entsteht: Wir hatten – auch wenn nicht immer alles lief wie geplant – eine rundum schöne Hochzeit, an die wir uns sehr gerne zurückerinnern. Einerseits würde ich gern nochmal heiraten (natürlich – wie sollte es anders sein – den gleichen Mann!), andererseits aber auch nicht, denn dieser Tag ist einfach einmalig und soll es auch bleiben!

Hochzeit 3

Fotos: Sven Grundmann

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[LIFESTYLE] MEINE 5 LIEBLINGSBÜCHER

Sommerzeit ist Lesezeit, zumindest bei mir. Während des Jahres komme ich aus Zeitmangel leider kaum zum Lesen, dafür nutze ich den Urlaub aber meist umso intensiver und genieße es, durch Bücher in fremde Welten eintauchen zu können.

Fünf meiner Lieblingsbücher stelle ich euch heute kurz vor. Die Bücher sind nicht unbedingt alle sehr aktuell, für mich aber zeitlos schön. Viele habe ich schon mehrfach gelesen, weil ich immer wieder Neues dabei entdecke und ich sie auch beim wiederholten Lesedurchgang noch genauso spannend und interessant finde.

Hier also meine Favoriten:

 

Der Reisebericht: Stephan Orth: Couchsurfing im Iran

Wer sich für fremde Kulturen interessiert, selbst gerne reise und gern mal über den Tellerrand hinausblickt, der wird dieses Buch lieben. Wie der Titel schon sagt, berichtet der Autor von seiner Reise als Couchsurfer durch den Iran, wobei das Prinzip des Couchsurfens in diesem Land für alle Beteiligten illegal ist und im Zweifelsfall zu harten Strafen führen kann. Die geschilderten Reiseerlebnisse vermitteln äußerst interessante und vor allem authentische Einblicke in das alltägliche Leben der Menschen im Iran und zeigen den krassen Gegensatz zwischen den strengen Gesetzen des Religionsstaates und der tatsächlichen Lebensgestaltung seiner Einwohner. Das Buch hat meine, vor allem durch die Berichterstattung in den Nachrichten geprägte, Vorstellung vom Iran deutlich verändert und am Ende wäre ich am liebsten selbst zu einer solchen Reise aufgebrochen!

 

Der Klassiker: Theodor Fontane: Effi Briest

Na, wer musste das Buch in der Schule lesen und verdreht nun die Augen, weil er es so furchtbar fand? 🙂 Ich hatte damals im Deutsch-LK „das Vergnügen“ mit diesem Klassiker und meine das keineswegs ironisch! Von Anfang an war ich begeistert, wie meisterhaft Fontane Effis tragisches Schicksal vom Ehebruch im 19. Jahrhundert erzählt. Ich liebe es, wie einfühlsam, nuancenreich und intensiv sich das Innenleben der Figuren in scheinbar banalen Alltagsgesprächen oder Ortsbeschreibungen spiegelt. Klar, man muss zwischen den Zeilen lesen, aber wenn man einen Sinn für solche Dinge hat, ist dieses Buch kein bisschen langweilig sondern überaus spannend! Ich habe sogar später an der Uni noch freiwillig Seminare zu Fontane und zum Realismus belegt und gerne Hausarbeiten über Effi geschrieben. Meiner Meinung nach ein Klassiker, der sich zu lesen lohnt!
Gibt’s hier noch mehr Effi Briest- oder Fontane-Fans? Oder findet/fandet ihr das Buch schrecklich?

 

Das Lehrer-Buch: Frau Freitag: Chill mal, Frau Freitag

Als Lehrerin interessiert mich das Thema Schule natürlich ganz besonders, aber auch für Menschen, die nicht in diesem Beruf arbeiten, könnte dieses Buch amüsant sein. Die Autorin, Frau Freitag, unterrichtet an einer Brennpunktschule und berichtet relativ ungefiltert und stets mit einem Augenzwinkern aus ihrem beruflichen Alltag. Das Ergebnis ist eine Sammlung ungewöhnlicher, überraschender, extrem witziger Situationen aus dem Klassenzimmer. Die perfekte Lektüre zum Lachen und Abschalten! Für mich ist Frau Freitag zudem aufgrund ihrer Leidenschaft für ihren Beruf, aber auch wegen ihrer lockeren, humorvollen Art ein Vorbild.
Zu dem Buch sind mittlerweile mehrere Fortsetzungen erschienen, mein Favorit ist aber der erste Band.

 

Das französische Buch: Marie-Aude Murail: Simple

Hier handelt es sich eigentlich um ein Jugendbuch, das meiner Meinung nach aber auch für Erwachsene absolut lesenswert ist! Simple, die Hauptfigur, ist geistig behindert und wird von seinem Bruder betreut. Das gemeinsame Leben der Geschwister bietet zahlreiche komische, aber auch emotionale und dramatische Szenen. Ein Buch, das sich leicht liest, dabei aber keineswegs oberflächlich bleibt. Witzig und tiefgründig zugleich, einfach herzerwärmend.
Wer französisch spricht, dem sei das Original empfohlen, ansonsten ist meiner Meinung nach aber auch die deutsche Übersetzung (Titel: Simpel) absolut gelungen.

 

Mein All-Time-Favourit: Antoine de Saint-Exupéry : Der kleine Prinz

Man sieht nur mit dem Herzen gut, das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar. Dieses Zitat aus dem Kleinen Prinzen dürfte wohl jeder kennen, es ist aber längst nicht das einzige erwähnenswerte. Seitdem ich das Buch – damals im Französischunterricht wohlgemerkt (ja, auch Lehrer können etwas bewirken!) – zum ersten Mal gelesen habe, bin ich verzaubert von der wunderbaren, phantasievollen Geschichte mit ihren vielfältigen Aussagen über das Leben und die Liebe, welche mich an so manchen Punkten tatsächlich auch ganz persönlich beeinflusst haben. Solltet ihr den Kleinen Prinzen tatsächlich noch nicht kennen, kann ich ihn euch nur wärmstens empfehlen!

 

Kennt ihr einige der Bücher und wie findet ihr sie? Was lest ihr gerne?