[REISEN] CÔTE D’AZUR: REISETAGEBUCH UND TIPPS

Nach einer langen, anstrengenden Anreise endlich angekommen, steige ich aus dem Auto und spüre die angenehme Wärme der Abendsonne, rieche den Duft der Pinien, höre die vertraute französische Sprache – endlich wieder in Frankreich! Unzählige Male habe ich das Land schon bereist und viele Reisen kommen hoffentlich noch hinzu – ich liebe es einfach!

Während unserer Woche in Sainte-Maxime über Pfingsten war das Wetter zwar wunderbar sonnig, mit Temperaturen zwischen 20 und 25 Grad aber noch nicht ganz badetauglich, daher beschlossen wir, die Zeit endlich einmal für all die Ausflüge zu nutzen, die wir uns in den letzten Urlauben immer schon vorgenommen, bei hochsommerlich heißen Temperaturen aber nie umgesetzt hatten.

 

AUSFLÜGE UND AKTIVITÄTEN

Porquerolles

Unsere erste Tour führte uns nach Porquerolles, eine autofreie, süße kleine Insel vor Hyères. Nach der Überfahrt mit dem Boot (von La Tour Fondue ca. 15 Minuten) kann man sich Fahrräder leihen und damit die Insel erkunden.
Wir sind zunächst zu ein paar Stränden mit besonders schönem, klaren und türkisen Wasser gefahren und waren dann noch am Leuchtturm mit Ausblick auf die Steilküste und das Meer.
Porquerolles 1
Porquerolles 3
Porquerolles 2
Porquerolles 5
Porquerolles 4

TIPP
Auch wenn Porquerolles nicht groß ist, gibt’s dort einiges zu tun und zu sehen! Daher genügend Zeit einplanen und bereits am Vormittag losfahren, damit man nicht hetzen muss und die Insel genießen kann.

 

Cassis und Umgebung

Calanques:
Schon lange wollte ich eine Wanderung durch die Calanques machen, diese fjordartigen Einbuchtungen zwischen Cassis und Marseille mit dem herrlich klaren Wasser (auf den Bildern leider nur zu erahnen); dieses Jahr sollte der Plan endlich umgesetzt werden! Leider hat’s mit unserem Vorhaben doch nicht ganz so gut geklappt, da wir den ausgewählten Parkplatz und Ausgangspunkt nicht fanden und von woanders aus einen viel weiteren Weg gingen, sodass wir schlussendlich nur bis zur ersten Calanque (Port Miou) kamen. Diese war zwar auch schön anzusehen, dennoch wollte ich eigentlich vor allem die nächsten beiden Calanques (Port Pin und En Vau) sehen, die noch viel schöner sein sollen. Ein Programmpunkt für den nächsten Frankreichurlaub steht somit also schon fest! 🙂
Calanques 1
Calanques 3

TIPP
…kann ich an dieser Stelle leider keinen wirklichen geben, außer sich im Vorfeld besser zu informieren als ich, hauptsächlich über Route, benötigte Zeit und Parkmöglichkeiten, um solche Probleme, wie wir sie hatten, zu vermeiden.
Speziell im Sommer außerdem unbedingt genügend Wasser und Verpflegung zum Wandern mitnehmen!
Von Cassis aus kann man die Calanques auch im Rahmen einer Bootstour besichtigen, was wir in einem vorigen Urlaub bereits gemacht haben. Hier hat man den Vorteil, in kurzer Zeit viel zu sehen, kann dafür aber nicht zum Baden länger in den Calanques bleiben.

Route des Crêtes:
Weiter ging es am Abend von Cassis (eine sehr süße Stadt) über die Route des Crêtes nach La Ciotat. Die schmale Küstenstraße schlängelt sich durch das Felsmassiv hoch über dem Meer und beeindruckt durch tolle Ausblicke.
Route des Crêtes 1
Route des Crêtes 2
Route des Crêtes 3
Route des Crêtes 4
Route des Crêtes 6

TIPP
Die Straße immer von Cassis nach La Ciotat fahren und nicht umgekehrt, denn so befindet man sich auf der „richtigen“ Seite, um an den zahlreichen Aussichtspunkten unkompliziert parken zu können.

In La Ciotat angekommen lohnt es sich, noch ein wenig am hübschen alten Hafen entlangzuschlendern.
La Ciotat

 

Hinterland und Provence: Dörfer des Luberon

Das Hinterland und die Provence sind natürlich riesig und bieten genug Sehenswertes für eine eigene Reise. Wir wollten Gordes besuchen, eines der Dörfer des Luberonmassifs. Diese liegen allesamt malerisch an felsigen Berghängen und sind zudem so liebevoll gepflegt, dass einige von ihnen, unter anderem auch Gordes, zur Liste der plux beaux villages de France (Liste der schönsten Dörfer Frankreichs) gehören.
Da die Entfernung von der Küste je nach Ausgangspunkt bis zu 200 Kilometer beträgt, kombinierten wir diesen Punkt mit unserer Heimreise.
Bereits bei der Anfahrt hat man einen tollen Blick auf Gordes, im Ort selbst – der weniger als 2000 Einwohner hat – kann man durch die hübschen kleinen Gässchen schlendern und den Ausblick ins Tal genießen. Wir haben dann in einem süßen kleinen Restaurant zu Mittag gegessen und uns noch mit ein paar regionalen Produkten, wie hochwertigem provenzalischem Olivenöl, versorgt, bevor wir endgültig die Heimreise antraten.
Gordes 1
Gordes 2
Gordes 3

TIPP
Wer mehr Zeit hat, kombiniert Gordes mit weiteren Dörfern ganz in der Nähe, die ebenfalls sehr sehenswert sind, beispielsweise Ménerbes oder Rousillon mit den bunten Ockerfelsen.

 

Gorges du Verdon

Die Gorges de Verdon haben wir dieses Jahr nicht geschafft, dürfen aber in dieser Auflistung nicht fehlen. Die Felsschlucht ist einer der größten Canyons Europas und meiner Meinung nach wirklich sehenswert, sodass man diesen Punkt nicht auslassen sollte, wenn man im Süden Frankreichs Urlaub macht. Wir haben die Gorges vor ein paar Jahren bereits besucht und waren sehr beeindruckt.

 

ERHOLUNG UND ENTSPANNUNG

Neben all dem Programm durften natürlich auch ein paar Tage nur zum Entspannen nicht fehlen.

Strand und Meer

Auch wenn wir nicht baden konnten, waren wir doch mehrfach am Strand – am Meer ist’s schließlich immer schön!
In Frankreich sind nahezu alle Strände öffentlich, mit kostenlosem Parkplatz in der Nähe und praktischerweise meist auch mit Toiletten und Duschen ausgestattet. Oftmals findet man auch kleine Cafés oder Bars für Eis und Imbiss.
Meer

 

Küstenstraße

Eine meiner liebsten „Aktivitäten“ an der Côte d’Azur ist es tatsächlich, einfach „nur“ die Küstenstraße entlangzufahren und dabei die herrlichen Ausblicke zu genießen. Der schönste Küstenabschnitt hierfür ist meiner Meinung nach der zwischen Le Lavandou und La Croix-Valmer. Man kommt dabei auch immer wieder an hübschen kleinen Stränden vorbei, die man im Sommer hervorragend für Badestops nutzen kann.
Küstenstraße

TIPP
Wer’s gern sportlich mag: An vielen Küstenabschnitten kann man auch ganz wunderbar joggen, radfahren oder skaten – immer mit Blick auf’s Meer! Wir hatten die Inlineskates dabei und haben sie mehrfach genutzt.

 

Unterkunft/TIPP

Wir haben die Woche über in einem Appartement in Sainte-Maxime gewohnt. Da wir aber in den vergangenen Jahren immer Campen waren, kann ich allen Camping-Freunden den Campingplatz Camp du Domaine wärmstens empfehlen! Der Platz ist einer der schönsten, die ich je erlebt habe: in einem wunderschönen Pinienwald gelegen, direkt am feinsandigen Strand mit klarem Wasser, sauber und gepflegt und durch die Hanglage von den meisten Stellplätzen aus mit traumhaftem Blick über das Meer.

 

Frankreich gehört definitiv zu meinen liebsten Urlaubsländern. Ist eine Reise dorthin vorbei, freue ich mich schon wieder auf die nächste.

 

Wo verbringt ihr am liebsten euren Urlaub? Mögt ihr Frankreich?

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20 Kommentare zu „[REISEN] CÔTE D’AZUR: REISETAGEBUCH UND TIPPS

  1. Wunderschöne Bilder! Besonders das erste gefällt mir super gut. Es ist schon gefühlte Ewigkeiten her, seit ich an der Cote d’Azur war. Umso schöner, deinen Beitrag zu lesen und sich wieder zu erinnern.

    Liebe Grüße
    Anika von MISS ANNIE

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  2. OMG, was für wunderschöne Bilder, ich träum mich gerade weg und obwohl ich jetzt schon 3 mal in Südfrankreich war, kenne ich all deine Tipps noch nicht, also muß ich wohl noch einmal hin, wie blöd aber auch. Vielen Dank für den tollen Beitrag und für die mitgelieferte Urlaubsstimmung, alles Liebe, x S.Mirli (http://www.mirlime.com)

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  3. Superschöne stimmungsvolle Bilder. Auch wir verbringen Mitte Juli 1 Woche an der Côte d’Azur und – welch ein Zufall – wir werden ebenfalls in Sainte-Maxime wohnen!! Bereits heute freuen wir uns auf all das Schöne, das du auf deinen Fotos festgehalten hast. Nach unserer Reise werde ich dir „Bericht erstatten“ :-). Bis bald und viele liebe Grüße!!

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  4. Das sieht so wunderschön aus, da bekomme ich auch gleich wieder Lust auf Frankreich. Ich liebe die Sprache und das Land auch so ❤

    Vor allem Porquerolles und Gordes sehen toll aus. Gordes erinnert mich ein bisschen an Valldemossa auf Mallorca, da sieht es ähnlich aus. Hach, ich will auch wieder! 😀

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